Frische Farbe für den Drucker

Ein Liter Farbe für den Tintenstrahldrucker kostet fast so viel wie das ganze Gerät. Viele Nutzer lassen Patronen deshalb auffüllen. Doch es gibt große Qualitätsunterschiede. Billigangebote schaden sogar der Mechanik

Wenn der Drucker plötzlich streikt und mit einem schüchternen Blinken nach neuer Farbe bettelt, heißt das für den Computernutzer meist: Das Portemonnaie muss ganz weit geöffnet werden. Denn die bunte Flüssigkeit ist teuer - der Literpreis liegt deutlich höher als bei teurem Parfüm oder edlem Champagner. Kein Wunder also, dass Discountertankstellen im Internet immer größeren Zulauf erfahren. Hier können Kunden oft mehr als die Hälfte der Ausgaben sparen.

Die Internetanbieter befüllen die leeren Originalpatronen und entlasten damit den Geldbeutel. Denn neben fast jedem privat genutzten Computer steht heute ein Farbdrucker. "Sowohl die Digitalfotografie als auch das Internet mit seinen vielen Angeboten von der Fahrkarte bis zum Routenplan haben den Markt für Druckerzubehör deutlich wachsen lassen", sagt Friedbert Baer. Der Betreiber der Tintentankstelle Toner-dumping.de hat in diesem Jahr bereits zwei Ladengeschäfte eröffnet, zwei weitere sind in Planung. Und der nächste große Boom ist nach Einschätzung des Tintenverkäufers bereits abzusehen: "Derzeit nimmt die Verbreitung von Farblaserdruckern rasant zu, und das wird dem Zubehörmarkt nochmals einen kräftigen Schub geben", sagt Baer.

Auch Verbraucherschützer stellen ein wachsendes Interesse an den zahlreichen Internet-Druckertankstellen fest: "Das Interesse zum Kauf im Internet steigt nach unseren Erfahrungen stetig", sagt Florian Heise vom Verbraucherportal Druckerchannel.de. Die Vorteile der Internet-Druckertankstellen liegen laut Heise auf der Hand: "Beim Kauf im Ladengeschäft fehlt in der Regel der schnelle Preisvergleich, sodass man oft überhöhte Preise bezahlt, ohne es zu merken", sagt der Experte.

Tonerdumping-Geschäftsführer Friedbert Baer stellt seinen Kunden im Vergleich zu herkömmlichen Elektrodiscountern ein Sparpotenzial von bis zu einem Viertel in Aussicht. Florian Heise vermutet noch höhere Sparmöglichkeiten: "Wenn Sie ganz billige Fremdtinte nehmen, dann können Sie bis zu 90 Prozent gegenüber Originalpatronen sparen. Wenn Sie jedoch etwas auf Qualität achten, können Sie die Kosten um 50 Prozent reduzieren. Heise ist sich deshalb sicher: "Die Tintentankstellen schießen wie Pilze aus dem Boden, trotzdem decken sie bisher noch eine Nische ab."

Und diese Nische hat Potenzial. Denn viele Verbraucher trauen sich nicht, mit Tintenspritzen und anderem Werkzeug selbst Hand an ihre Druckerpatronen zu legen. Die Selbstbefüllung von leeren Tonern ist zudem gefährlich: "Toner ist ein extrem feines Pulver, das lungengängig ist und im Verdacht steht, Krankheiten auszulösen", sagt Florian Heise. Außerdem lauern auf dem Markt der Nachfüllpatronen viele Mogelpackungen: "Hier ist die Qualität oft mangelhaft, oder die Füllmenge ist wesentlich geringer als in den teureren Originalkartuschen der Druckerhersteller."

Als Daumenregel empfiehlt Druckerchannel deshalb, von den extrem billigen Angeboten auf dem Markt Abstand zu nehmen und dafür bei namhaften Herstellern wie zum Beispiel Jettec, Artech, Inktec, KMP oder Pelikan zu kaufen. Gute Fremdtinte ist vor allem am Preis erkennbar: "Wenn der Liter nur zehn Euro kostet, sollte man vorsichtig sein. Ein Liter qualitativ hochwertige Tinte kostet zwischen 40 und 60 Euro", sagt Heise.

Anmerkung von Octopus Office: Preise zwischen 40 und 60 Euro für einen Liter Tinte werden am deutschen Markt in erster Linie von Franchisesystemen kalkuliert. Der marktgerechte Preis für qualitativ, hochwertige Nachfülltinten liegt zwischen 15 und 30 Euro. Das ist auch der Preis zu dem sich die teuren Franchisesysteme mit Tinte versorgen. Denn auch diese Systeme beziehen ihre Waren am freien Markt und sind oft mangels Größe nicht in der Lage bei Herstellern Volumenrabatte auszuhandeln die an Ihre Franchisenehmer weitergegeben werden können.

Kleiner Tipp: Augen auf bei der Partnerwahl...

Verbraucher können auf dem Markt der Wiederbefülldienste schnell den Überblick verlieren. Dabei sind die Angebote leicht zu unterscheiden - zwischen "Refill", "Rebuilt" und Nachbauten. "Refill-Toner werden wiederbefüllt, ohne dass Verschleißteile erneuert werden", sagt Bernd Müller vom Wiederbefüller Tintencenter.com. Dies führt oft zu ungleichmäßigen Ausdrucken oder gar Grauschleier auf dem ganzen Ausdruck.

"Rebuilt-Toner sind die kostengünstige Alternative. Bei diesen werden die Verschleißteile ersetzt, damit sind diese Toner von gleichbleibend hoher Qualität. Und das Sparpotenzial bei Rebuilt-Patronen kann sich durchaus sehen lassen. Ein Beispiel: Toner-dumping.de offeriert den Farbtoner für den HP Laserjet 3550 im Original für 111,99 Euro, die Rebuilt-Version ist für 69,99 Euro zu haben. Ähnliche Sparmöglichkeiten sind auch bei Tintenpatronen möglich: 10,99 Euro kostet die Originalfarbpatrone für den Canon Pixma iP4500, eine wiederbefüllte Version gibt es schon ab 7,99 Euro.

Komplette Nachbauten sind auf dem deutschen Markt aufgrund der geltenden Patente eher selten anzutreffen. Hiervon sollten Verbraucher ohnehin die Finger lassen: Auch wenn der Ausdruck mit Toner-Imitaten brillant aussehen mag - ob der Drucker sich langfristig mit der Farbe versteht, ist unklar. Gefälschte Tintenpatronen können beispielsweise die Düsen des Druckkopfs verstopfen. Deshalb schließen einige Druckerhersteller eine Gewährleistung beim Einsatz von Plagiaten aus: Die Firma übernehme "keine Schäden an Drucker oder Tintenpatrone, die durch Manipulieren oder Wiederauffüllen der Tintenpatrone entstehen", heißt es in den Beipackzetteln von HP-Patronen. Weil jedoch auch Logos und Echtheitssiegel nachgemacht werden, ist ein Plagiat für Verbraucher oft nur schwer zu erkennen. Wer seinen Toner allerdings als Fälschung entlarvt hat, kann den Kauf rückgängig machen. "Das Produkt hat dann einen Sachmangel, weil der fälschliche Eindruck entstanden ist, dass es sich um ein Originalprodukt handelt. Man kann die Fälschung sogar zurückgeben, wenn die Druckqualität an ein Original heranreicht. "

Wer Tinten- oder Tonerkartuschen wiederbefüllen lassen will, sollte vorher einige Fragen klären: "Es fängt damit an, dass manche Anbieter die eingeschickte Kartusche auch zurückschicken und andere eine fremde Kartusche befüllen", berichtet Florian Heise. Daneben sollten Verbraucher klären, ob die Kartusche nach dem Befüllen auf Funktion geprüft wird. "Verlangen Sie ruhig eine Testseite als Ausdruck", rät der Experte.

Um eine Qualität ähnlich wie beim Original zu erreichen, sollte man darauf achten, dass eine Kartusche mit komplett ausgetauschten Verschleißteilen angeboten wird. "Jedes Zahnrädchen, jedes Abstreif-Flies und vor allem die Belichtungseinheit sollten ausgetauscht und durch ein komplett neues Teil ersetzt werden: "Das führt dazu, dass die Qualität die von Originaltonern oft erreicht und mitunter - so sagen es Tests - sogar übertreffen kann", berichtet Tonerdumping-Geschäftsführer Friedbert Baer.

Eine weitere wichtige Frage: Bekomme ich dieselbe Tintenart, die auch vom Originalhersteller verwendet wird? "Häufig verwenden Billiganbieter oder Refill-Tankstellen billige Farbstofftinte, wenn in den Originalpatronen hochwertige Pigmenttinten enthalten sind", sagt Florian Heise. Der Tipp des Experten: Einfach nachfragen, ob "Dye"- oder die bessere "Pigment"-Tinte angeboten wird.

 

Quelle: welt.de

 

Octopus News :: Presseberichte für Refiller

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